Vortrag „Die andere Reformation“

Die andere Reformation

Wie im Schatten Luthers und Zwinglis eine geschwisterliche Kirche entstand

und wie 1525 die Glaubenstaufe wiederentdeckt wurde.

Vortrag von Wolfgang Krauß

 

2017 wird in zahlreichen Veranstaltungen und mit großem Aufwand 500 Jahre Reformation gefeiert. Der Reformationstag, 31.10.17, ist dieses Jahr bundesweiter gesetzlicher Feiertag.

Fast vergessen dagegen die von katholischer, wie von evangelischer Seite verfolgten Christen der „anderen Reformation“. Ziel von Kirche und Obrigkeit war die Ausrottung der ab 1525 entstandenen unabhängigen Gemeinden. Etwa zweitausend Gläubige wurden mit Billigung Luthers und Melanchthons hingerichtet. Als sogenannte Wiedertäufer wurden sie des Aufruhrs und der Ketzerei beschuldigt. Zentrales Anliegen war für sie jedoch die Nachfolge Jesu im Leben. Das bedeutete auch den Verzicht auf Gewalt und hierarchische Strukturen. Die Taufe sahen sie als Zeichen des Bundes, den Gott mit den Menschen in Christus schließen will. Darum lehnten sie die Kindertaufe ab und betonten die freiwillige Entscheidung des einzelnen zu Taufe und Gemeinde .

Wolfgang Krauß berichtet über Entstehen, Verfolgung und Überleben der Täuferbewegung und fragt nach der Relevanz ihrer Theologie und Praxis in unserer zunehmend nachchristlichen Gesellschaft.

Wolfgang Krauß, Mitarbeiter der Mennonitengemeinde Augsburg, hat das Projekt „Wieder Täufer in Augsburg und anderswo“ ins Leben gerufen und bietet Stadtführungen auf den Spuren der  „anderen Reformation“ an.